Prozesse als Veränderungen sprechen und denken Arbeiten ist verändern.

 

 

Unternehmen organisieren Ressourcen, (Menschliche Arbeit, Wissen, Betriebsmittel und Werkstoffe) um in Arbeitsprozessen Veränderungen im Sinn von nützlichen und wertvollen Kundenleistungen zu schaffen.

 

Die Art wie wir über diese Arbeitsprozesse sprechen, prägt unsere Gedanken und Vorstellungen: Oft werden solche Prozesse nach deren Funktion (in Nominalform als Hauptwort/Substantiv) benannt – etwa „Auftragsbearbeitung“, „Produktion“ oder „Marketing“. Dieses Substantivieren von Prozessen maskiert jedoch das zentrale Kriterium aller Prozesse, nämlich das tatsächliche Verändern, das in jedem Prozess passiert.

Beschreibt und denkt man betriebliche Prozesse und Aktivitäten anhand von Zeitwörtern (in Verbform), wird das tatsächliche „Tun“, das „Verändern“ in den Mittelpunkt gestellt: Aus der statischen „Kundenauftragsbearbeitung“ wird der Prozess Kundenaufträge bearbeiten mit den Teilaktivitäten Kundenaufträge erfassen, Kundenaufträge prüfen, Kundenaufträge verplanen, Kundenbestellungen versenden.

Das Besprechen in Verben führt Unternehmensprozesse sprachlich und gedanklich näher an ihren tatsächlichen Veränderungscharakter heran: Material bearbeiten, Kunden bedienen, Güter transportieren. Prozesse senden Informationen, buchen Belege, sprechen mit Kunden, schaffen Kundennutzen. Verben lenken den Fokus der Beteiligten auf das Verändern, auf Arbeitsschritte und Zusammenhänge in Prozessen.

Prozessmanagement beginnt somit im Kopf: Das neue Denken und Sprechen wird selbst zum Prozesswerkzeug, das Arbeiten als Verändern begreift und ausspricht.

 

Probieren Sie diese Verbisieren in Ihrem Arbeitsalltag aus – in Wort und Schrift. Besprechen Sie die Prozesse und Aktivitäten in Ihrem Unternehmen als das was sie sind, als ein fortwährendes Verändern. Formulieren Sie Nachrichten und Dokumente in Verbform. Beobachten Sie, wie sich Ihr eigenes Wahrnehmen und Denken und das Ihrer Mitarbeiter:innen verändert.

Teilen Sie mit uns gerne Ihre Erfahrungen unter office@logsol.at

Überlegen ob so etwas gemacht werden soll.

 

 

(Hintergrund: Rupert Riedl, Zoologe, Systemtheoretiker hat im Vergleich zwischen europäischen Sprachen, wo das Substantiv (statisch) die Aussage dominiert und asiatischen z.B.  dem Chinesischen, wo das Verb (dynamisch) die Aussage stärker beeinflusst, eine grundlegend anderes Wahrnehmen der Welt postuliert. Demnach bildet verbalisiertes (Sprachedenken) das tatsächliche, ständige Verändern der Umwelt besser ab und leitet Sprecher:in und in Folge seine/ihre Gedanken auf dieses Denken als Verändern – Gedanke: Die Realität als Fluss, (Philosophie: Platonismus, Daoismus, Buddhismus)

 

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