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Wir machen den nächsten Schritt

Von | Allgemein

Bei Logsol beginnt ein neues Kapitel: Aus Logsol e.U. wird die Logsol GmbH.

Bei Logsol beginnt ein neues Kapitel. Aus Logsol e.U. wird die Logsol GmbH. Mit diesem Schritt schaffen wir die Grundlage für die weitere Entwicklung unseres Unternehmens. Die neue Struktur ermöglicht uns, weiter zu wachsen und unser Leistungsangebot konsequent auszubauen.

Persönliche Ansprechpartner, kurze Entscheidungswege sowie eine vertrauensvolle und langfristige Zusammenarbeit stehen auch zukünftig im Mittelpunkt. Ebenso bleiben unsere Werte bestehen: Authentizität, Genauigkeit und Ehrlichkeit bilden weiterhin die Richtschnur für unsere Beratungen.

Und natürlich gilt auch weiterhin unser Anspruch: Neue Gewohnheiten mit und für unsere Kundinnen und Kunden zu schaffen!

Für das langjährige Vertrauen und die vielen gemeinsamen Projekte bedanken wir uns sehr herzlich. Wir freuen uns darauf, die erfolgreiche Zusammenarbeit als Logsol GmbH fortzusetzen und gemeinsam die nächsten Schritte zu gehen.

Bleiben Sie gespannt – wir haben noch Vieles gemeinsam vor!

Energiesparen durch weiße Dächer

Von | Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeit

 

Es ist zwar nicht mehr ganz neu, aber aktuell könnten wir sie wohl alle brauchen. (Spezielle) weiße Dächer.

 

Sie können bis zu 15% der Energie einsparen, die Sie für die Gebäudekühlung benötigen. Dazu senken sie die Umgebungstemperatung und reduzieren sogar (minimal) den Klimawandel. Wie das geht, zeigen aktuelle Studien.

 

2022 hat die US Universität Purdue ein besonderes Weiß entwickelt, das unter dem Stichwort „Cool Roof Farbe“ mittlerweile im Markt erhältlich ist. Es ist ein besonderes Weiß, das bis zu 98% des kurzwelligen Sonnenlichts (sichtbar und Infrarot) reflektiert. Ein dunkles Dach im Vergleich speichert bis zu 90%! Dadurch wird wesentlich weniger Energie als langwellige Infrarotstrahlung im Baukörper gespeichert und als Wärme in die Räume darunter, aber auch in die direkte Umgebung abgegeben. Da die meiste Energie wieder reflektiert wird, reduziert diese Maßnahme nicht nur die Temperaturen im Gebäude und um das Gebäude, sondern hat sogar einen leichten positiven (= weniger erhitzenden) Klimaeffekt.

 

Doch nicht jede weiße Farbe ist dafür geeignet. Sie brauchen eine Farbe mit einem Solar Reflectance oder Albedo Index von mindestens 0,85. Dann werden 85% der kurzwelligen Strahlen reflektiert und damit auch ein erheblicher Anteil der Infrarotstrahlen, die nicht sichtbar sind, aber etwa 50% der Energie des Sonnenlichts enthalten. Herkömmliche weiße Farbe kann auch einen Albedo Index von 0,6 haben und damit trotz der blanken Farbe ein großer Teil der Energie im Baukörper gespeichert und in Wärme umgewandelt. Achten Sie daher auf den Albedo Index!

 

Mit dieser einfachen und kostengünstigen Maßnahme auf dem Dach ihres Gewerbe-, Produktions-, oder Bürostandorts können Sie in Österreich statistisch bis zu 15% der Kühlenergie einsparen (je nach Baukörper, Standort und Dämmung) und auch die Umgebungstemperatur um 1-2 Grad senken.

 

Kehrseite: Der sogenannte Albedo Effekt der geringen Energieaufnahme dreht sich zwar im Winter um und erhöht den Heizenergiebedarf, doch neue Studien zeigen, dass in Summe die Energieeinsparungen immer größer werden, je wärmer die Außentemperaturen im Sommer sind (Kommt Ihnen bekannt vor?). Hier im Osten Österreichs sind weiße Dächer jedenfalls mittlerweile eine der einfachsten und sinnvollsten Anpassungmaßnahmen an den Klimawandel.

 

Falls Sie die potenziellen Einsparungen für Ihren Standort ermitteln wollen, können wir Sie gerne unterstützen, ebenso, wie bei der Umsetzung der Maßnahme.

 

Zum Schluss natürlich noch ein Plädoyer für die Dachbegrünung. Falls Ihr Unternehmen die statischen und finanziellen Möglichkeiten einer Dachbegrünung hat, dann ist diese Maßnahme die beste Wahl. Wer sich hier näher informieren möchte, klopft am besten bei Susanne Formanek unter Startseite – GRÜNSTATTGRAU an.

Datentransfer in die USA: Was österreichische KMU jetzt wissen sollten

Von | Aktuelle Informationen, Aktuelle Informationen, Aktuelle Informationen, Aktuelle Informationen, Datenschutz

 

Viele österreichische KMU verwenden digitale Dienste aus den USA, ohne dies im Alltag bewusst wahrzunehmen.

 

Ein E-Mail-System in der Cloud, ein Termin im Online-Kalender, ein Analyse-Tool auf der Website, ein Newsletter-System oder ein Zahlungsdienst im Webshop können bereits dazu führen, dass personenbezogene Daten in die USA übertragen werden.

 

Datenschutzrechtlich ist das relevant, weil die DSGVO für solche Übermittlungen besondere Anforderungen vorsieht. Unternehmen müssen nachvollziehen können, auf welcher Grundlage personenbezogene Daten außerhalb der EU verarbeitet werden. Für Datenübermittlungen an bestimmte US-Unternehmen gibt es seit Juli 2023 wieder eine wichtige Erleichterung: das EU-US Data Privacy Framework.

 

Ein aktuelles Urteil des US Supreme Court sorgt nun für neue Diskussionen. Es hebt das Framework nicht auf. Es zeigt aber, dass die rechtliche Absicherung von US-Diensten kein Thema ist, das einmal geprüft und dann dauerhaft abgelegt werden sollte. Gerade KMU profitieren von einem pragmatischen Ansatz: Überblick schaffen, Anbieter prüfen, Verträge dokumentieren und bei besonders wichtigen Diensten Alternativen kennen.

 

Zusätzlich sollte das Thema in das bestehende Risikomanagement aufgenommen werden, sofern ein solches im Unternehmen vorhanden ist. Datenübermittlungen in die USA können ein rechtliches und operatives Risiko darstellen, insbesondere wenn geschäftskritische Dienste betroffen sind. Unternehmen sollten daher dokumentieren, welche US-Dienstleister eingesetzt werden, welche Daten verarbeitet werden, welche Rechtsgrundlage für den Datentransfer genutzt wird und welche Alternativen bestehen, falls sich die Rechtslage ändert. Auch ohne formales Risikoinventar empfiehlt sich zumindest eine einfache Übersicht der wichtigsten US-Dienste und ihrer datenschutzrechtlichen Absicherung.

 

Digitale Souveränität: Mehr Entscheidungsfreiheit statt blinder Abhängigkeit

 

Das aktuelle Urteil aus den USA ist auch ein guter Anlass, über digitale Souveränität nachzudenken. Für KMU bedeutet das nicht, alle US-Dienste sofort zu ersetzen oder ausschließlich europäische Software einzusetzen. Das wäre in vielen Fällen weder realistisch noch wirtschaftlich sinnvoll.

 

Digitale Souveränität bedeutet vor allem, die eigenen digitalen Abhängigkeiten zu kennen und steuerbar zu machen. Welche Cloud-Dienste werden genutzt? Wo werden Daten verarbeitet? Welche Anbieter sind für den laufenden Betrieb kritisch? Gibt es vertragliche, technische oder wirtschaftliche Hürden, falls ein Dienst gewechselt werden muss?

 

Gerade bei neuen Softwareentscheidungen kann diese Perspektive helfen. Wenn zwei Lösungen fachlich vergleichbar sind, kann ein europäischer Anbieter mit transparenter Datenverarbeitung, klaren Verträgen und guter Wechselmöglichkeit ein strategischer Vorteil sein. Bei bestehenden Diensten geht es zunächst um Transparenz: Welche US-Dienste sind unverzichtbar, welche könnten mittelfristig ersetzt werden, und wo reichen ergänzende Schutzmaßnahmen aus?

 

Der richtige Zugang lautet daher nicht „USA oder Europa“, sondern „bewusste Entscheidung statt ungeprüfter Abhängigkeit“. Wer Datenschutz, IT-Sicherheit, Anbietersteuerung und Risikomanagement gemeinsam betrachtet, erhöht die Handlungsfähigkeit des Unternehmens.

 

Eine geeignete Mindestprüfung umfasst folgende Punkte:

 

  • Welche digitalen Dienste mit möglichem US-Bezug werden eingesetzt?
    Dazu zählen etwa Cloud-Dienste, Website-Tools, Newsletter-Systeme, CRM-Lösungen, Zahlungsdienste, Chatbots, Analyse-Tools oder Social-Media-Integrationen. 

     

  • Welche personenbezogenen Daten werden dabei verarbeitet?
    Relevant ist, ob es sich nur um einfache Kontaktdaten handelt oder um sensiblere Daten, etwa Beschäftigtendaten, Kundendaten, Gesundheitsdaten, Zahlungsdaten oder umfangreiche Nutzungsprofile. 

     

  • Wie kritisch ist der jeweilige Dienst für das Unternehmen?
    Je wichtiger ein Dienst für den laufenden Betrieb ist, desto wichtiger sind saubere Dokumentation, vertragliche Absicherung und ein möglicher Plan B. 

     

  • Welche Rechtsgrundlage wird für den internationalen Datentransfer genutzt?
    Das EU-US Data Privacy Framework kann derzeit weiterhin eine geeignete Grundlage sein, sofern der konkrete US-Anbieter aktiv zertifiziert ist und die konkrete Dienstleistung vom Zertifizierungsumfang umfasst ist. 

     

  • Gibt es ergänzende oder alternative Absicherungen?
    Zu prüfen sind insbesondere Standardvertragsklauseln, Data Processing Agreements, Transfer Impact Assessments und technische Schutzmaßnahmen wie Verschlüsselung, Datenminimierung sowie klare Rollen- und Rechtekonzepte. 

     

  • Welche Sub-Auftragsverarbeiter und weiteren Drittländer sind eingebunden?
    Auch wenn der Hauptanbieter auf das Data Privacy Framework verweist, können weitere Dienstleister oder Datenflüsse relevant sein. 

     

  • Was passiert, wenn das Data Privacy Framework künftig eingeschränkt oder aufgehoben wird?
    Für kritische Dienste sollte zumindest grob dokumentiert sein, ob Standardvertragsklauseln genutzt werden können, ob technische Zusatzmaßnahmen ausreichen oder ob mittelfristig Alternativen erforderlich wären. 

     

  • Ist das Risiko im bestehenden Risikomanagement berücksichtigt?
    Sofern ein Risikoinventar oder ein formales Risikomanagement vorhanden ist, sollten kritische US-Datentransfers dort als rechtliches, operatives und lieferantenbezogenes Risiko aufgenommen werden. Ohne formales Risikomanagement reicht für viele KMU zumindest eine einfache Übersicht der wichtigsten Dienste, Risiken und Maßnahmen. 

     

  • Welche digitalen Abhängigkeiten sollen mittelfristig reduziert werden?
    Bei besonders kritischen Diensten sollte geprüft werden, ob europäische oder zumindest besser kontrollierbare Alternativen verfügbar sind. Maßgeblich sind nicht nur Datenschutzaspekte, sondern auch Funktionalität, Kosten, Integrationsaufwand, Datenportabilität, Supportqualität und Wechselmöglichkeit. 

Wenn Sie weitere Infos oder eine Beratung über dieses Thema in Anspruch nehmen wollen, kontaktieren Sie uns gerne!

Lokale Coding Agents zwischen Zeitersparnis und Kontrolle

Von | Künstliche Intelligenz

Lokale Coding Agents werden vor allem dort interessant, wo einfache Aufgaben viel Zeit kosten.

 

Sie können recherchieren, Unterlagen ordnen, Analysen vorbereiten und klar abgegrenzte Coding Aufgaben bearbeiten. Der eigentliche Mehrwert entsteht aber nicht durch einen einzelnen Agent. Er entsteht durch ein System, das Aufgaben sinnvoll aufteilt, Ergebnisse prüft und Unternehmensdaten im eigenen System hält.

 

Vom Chat zur organisierten Zusammenarbeit 

Ein klassischer KI-Chat beantwortet eine Anfrage. Ein Agentensystem kann dagegen mehrere Arbeitsschritte planen und verteilen. Dafür erhalten einzelne Agents klare Rollen. Einer koordiniert, ein anderer recherchiert, ein weiterer plant und ausführende Agents bearbeiten die einzelnen Schritte. 

Vor dem Start wird geprüft, welcher vorhandene Prozess zur Aufgabe passt. Gibt es keinen passenden Ablauf, kann das System einen neuen Prozess vorschlagen. Die Planung wird danach schrittweise genauer. Erst wenn Ziel, Reihenfolge und Prüfschritte feststehen, beginnen die ausführenden Agents mit der eigentlichen Arbeit und dokumentieren ihre Ergebnisse. 

Genau darin liegt der Vorteil einer Hierarchie. Nicht jeder Agent arbeitet sofort los. Die Aufgabe wird zuerst strukturiert und erst danach kontrolliert abgearbeitet. 

Beispiel einer lokalen Teamhierarchie mit unterschiedlichen Rollen und Berechtigungen 

Wo der praktische Nutzen liegt 

Viele besonders geeignete Aufgaben sind für Menschen nicht schwierig. Sie sind nur mühsam und wiederholen sich. Genau dort kann ein lokales Agentensystem Zeit freimachen, ohne die fachliche Entscheidung aus der Hand zu geben. 

  • öffentliche Internetquellen suchen, vergleichen und nachvollziehbar zusammenfassen
  • Dokumente ordnen, Inhalte zuordnen und Wissen für ein Projekt aufbereiten
  • Coding Aufgaben vorbereiten, ausführen, testen und dokumentieren

Der Mensch gibt Ziel und Rahmen vor, bewertet das Ergebnis und entscheidet über die weitere Verwendung. Die Agents übernehmen vor allem jene Zwischenschritte, die nach einem klaren Muster ablaufen und sonst viele Arbeitsstunden binden. 

Ein Projekt braucht ein Gedächtnis

 

Damit Zusammenarbeit nicht bei jedem Auftrag wieder von vorne beginnt, braucht jedes Projekt eine klare lokale Struktur. Darin liegen die definierten Agents, Journale, Logs und ein eigener Wissensbereich für Rechercheergebnisse und Arbeitsstände.

Die Agents erhalten nur jene Informationen, die sie für ihre Rolle benötigen. Ergebnisse bleiben auffindbar und können später weiterverwendet werden. Interne Dateien und Projektinhalte bleiben lokal. Für eine Internetrecherche werden nur öffentliche Quellen abgerufen.

 

Wofür lokale Agents nicht gedacht sind 

Lokale Agents sind derzeit kein universeller Autopilot und auf üblicher Hardware auch kein realistischer Ersatz für ganze Arbeitsplätze. Komplexe Entscheidungen, unklare Ziele und fachlich heikle Ergebnisse brauchen weiterhin menschliche Bewertung. Auch eine Hierarchie verbessert nur dann etwas, wenn Rollen, Berechtigungen und Prüfschritte sinnvoll festgelegt sind.

 

Woran ich derzeit forsche 

Ich beschäftige mich forschend mit der Frage, wie lokale Coding Agents je nach Aufgabe einen passenden Prozess auswählen und diesen schrittweise verfeinern können. Besonders interessant sind für mich die richtige Tiefe der Planung, die Qualität der Übergaben und die Frage, wie Wissen im Projekt verfügbar bleibt, ohne dass jeder Agent auf alle Daten zugreifen muss.

 

Mein Fazit 

Lokale Coding Agents sind dann sinnvoll, wenn aus vielen einfachen Einzelschritten ein klarer Arbeitsablauf wird. Sie können zeitaufwendige Aufgaben übernehmen, Wissen im Projekt halten und sensible Daten besser kontrollierbar machen. Der entscheidende Punkt bleibt aber die Organisation. Erst ein passender Prozess, klare Rollen und menschliche Freigabe machen aus mehreren Agents ein hilfreiches System.

Melden Sie sich gerne für mehr Infos!

Auch Tools haben einen Lebenszyklus

Von | Prozessoptimierung, Prozessoptimierung, Prozessoptimierung, Prozessoptimierung, Veränderungsmanagement & Digitale Transformation

Viele Tools werden eingeführt, um Prozesse zu verbessern.

 

Ein neues System soll Abläufe strukturieren, Zusammenarbeit erleichtern oder Transparenz schaffen. Am Anfang ist der Nutzen meist klar – das Tool wird aktiv verwendet, getestet und angepasst.

 

Mit der Zeit passiert jedoch etwas, das im Alltag oft untergeht.

 

Neue Tools kommen dazu, Anforderungen ändern sich, Teams entwickeln sich weiter. Und währenddessen laufen bestehende Lösungen einfach weiter – im Hintergrund.

Das führt zu einer Situation, die viele Unternehmen kennen:

  • Lizenzen laufen weiter, obwohl sie kaum noch genutzt werden
  • Mehrere Tools erfüllen denselben Zweck
  • Abos bestehen parallel, obwohl eines ausreichen würde
  • Der tatsächliche Nutzen einzelner Tools ist nicht mehr klar nachvollziehbar

 

Das Problem ist dabei weniger die einzelne Entscheidung. Sondern die Gesamtheit der Tools, die über die Zeit entsteht. Denn mit jeder zusätzlichen Lösung wächst die Komplexität:

  • Mehr Kosten
  • Mehr Schnittstellen
  • Mehr Abstimmungsaufwand
  • Weniger Übersicht

 

Und genau hier zeigt sich:

Auch Tools haben einen Lebenszyklus. In der Praxis fehlt genau dafür oft die Zeit.

Tools laufen „einfach weiter“, solange sie keine akuten Probleme verursachen. Die tatsächliche Nutzung, der Mehrwert oder mögliche Überschneidungen werden selten aktiv hinterfragt.

 

Genau hier kann eine einfache Maßnahme helfen:

Eine strukturierte Bestandsaufnahme.

 

Dabei geht es nicht darum, alles sofort zu verändern.

 

Sondern zunächst darum, Transparenz zu schaffen:

  • Welche Tools sind aktuell im Einsatz?
  • Wer nutzt sie wirklich – und wie intensiv?
  • Gibt es funktionale Überschneidungen?
  • Welche Lizenzen werden tatsächlich gebraucht?
  • Wo entstehen unnötige Kosten?

 

Eine regelmäßige Überprüfung hilft, die Tool-Landschaft schlank, effizient und nachvollziehbar zu halten.

Nicht nur Prozesse brauchen Struktur – sondern auch die Tools, die sie unterstützen.

 

Wenn Sie einen Überblick über Ihre aktuelle Tool-Landschaft schaffen oder ungenutzte Potenziale aufdecken möchten, unterstützen wir Sie gerne.

Hitze ist kein Wetter mehr – sie ist ein Geschäftsrisiko.

Von | Aktuelle Informationen

Hitze wird in vielen Unternehmen noch wie ein lästiger Ausnahmezustand behandelt.

 

Ventilator aufstellen, Wasser bereitstellen, vielleicht Homeoffice erlauben – und hoffen, dass die nächste Abkühlung kommt. Doch diese Logik ist gefährlich. Denn Hitze ist längst kein saisonales Phänomen mehr. Sie ist strukturelles Geschäftsrisiko.

 

Und die Zahlen sind eindeutig: Ein einziger Hitzetag über 30 °C kostet die österreichische Wirtschaft lt. WIFO rund 50 Millionen Euro – zu 80 % durch Produktivitätsverluste (inkl. Arbeitsunfälle, Krankenstände, Stress und Reizbarkeiten, Fehlentscheidungen, Lieferkettenproblemen,  20% durch höhere Energiekosten,  Da reden wir noch nicht von den Folgekosten durch externe Effekte, wie Dürre oder Wasserknappheit oder interne Effekte, wie Nacharbeiten nach Fehlern.  Das ist keine Klimadebatte – das sind harte betriebswirtschaftliche Kennzahlen.

 

Die große Selbsttäuschung: „So schlimm ist es nicht“

Viele Unternehmen unterschätzen die Wirkung von Hitze dramatisch. Laut aktuellen Erhebungen erfassen nur 13 % der KMU ihre Hitzerisiken systematisch, während rund 70 % gar keinen strukturierten Hitzeschutz haben. Gleichzeitig glauben viele, ausreichend vorbereitet zu sein – eine gefährliche Selbstwahrnehmung. Und wir haben noch keine betriebliche Datenerfassung, die uns die Zusatzkosten oder Umsatzverluste knallhart monatlich aufzeigen würde. Dennoch passiert es. Hitze wirkt leise, aber brutal.

 

Hitze trifft alle – aber nicht alle gleich

Besonders betroffen sind Branchen mit körperlicher Arbeit oder Außenexposition, klar. Doch der Irrtum ist zu glauben, dass Büros verschont bleiben.

Über 22 % der Office-Beschäftigten fühlen sich während Hitzewellen bei der Arbeit stark belastet. Zwei Drittel berichten von eingeschränkter Leistungsfähigkeit.

Hinzu kommen Folgekosten, die oft übersehen werden und in den Branchen unterschiedlich sind.

 

In der Logistik wirkt Hitze wie ein Multiplikator:

  • Fahrer:innen ermüden schneller
  • Be- und Entladezeiten verlängern sich
  • Kühlketten werden instabil
  • Infrastruktur (Straßen, Schienen) fällt aus

 

Der größte Irrtum im Office: „Wir haben eine Klimaanlage, passt schon.“

  • steigende Fehlerquoten und Unfallrisiken
  • stark steigende Energiekosten durch Kühlung
  • Schäden an der Gebäudehülle, Dichtungen
  • instabile IT- Systeme
  • steigende Krankenstände
  • Unruhe, Gereiztheit, Kluft zwischen Außenarbeit und Innenarbeit steigt

 

In der Produktion sinkt die menschliche Produktivität, während die Instabilität der Maschinen parallel zunimmt.

  • Produktivität sinkt laut WHO pro Grad über 20 °C um 2–3 %
  • Konzentration und Entscheidungsqualität an den Maschinen nimmt ab
  • Fehlerquoten und Ausschuß steigen
  • Stillstände durch Maschinenausfälle steigen
  • Schäden an der Gebäudehülle
  • Stark steigende Energiekosten durch Kühlung
  • Materialeigenschaften verändern sich

 

Klimaanpassung: Vom „Nice-to-have“ zum Wettbewerbsfaktor

Die entscheidende Frage lautet nicht mehr: Müssen wir uns anpassen?

Sondern: Wie schnell?

Ein früher, strategischer Hitzeschutz ist wirtschaftlich klar sinnvoll. Prävention wird finanzielle Schäden vermeiden.

Klimawandelanpassung ist nicht durch Einzelmaßnahmen erledigt, sondern braucht eine strategische Entscheidung und wird in Prozesse, Infrastruktur, Personalentwicklung, Produktentwicklung, Produktionssteuerung, Einkauf und andere Bereiche im Unternehmen implementiert.

 

Klimarisikoanalyse wird derzeit gefördert

Es beginnt mit einer Klimarisikoanalyse, die die Handlungsfelder aufzeigt. Nach der TaxonomieVO ist eine solche für ein paar wenige Unternehmen vorgeschrieben. Dadurch hat sich hier ein einfacher Standard entwickelt, den wir gerne auch für Ihr Unternehmen anwenden. Auf der Basis der Risikofaktoren ermitteln wir Ursachen und Maßnahmen, die genau für ihr Unternehmen passen. Eine Investition in die Zukunft, die Ihnen auch Wettbewerbsvorteile bringen kann. Maßnahmen sind weit gefächert gehen von Trinkpausen bis zur temperaturbasierten Produktionssteuerung oder Dachbegrünung.

 

Die Kosten einer solchen Risikoanalyse und teilweise auch von Maßnahmen werden derzeit noch gefördert. Ihr Ansprechpartner für dieses Thema ist Robert Mende-Kremnitzer. Er hat nicht nur die Ausbildung zum Klimawandelanpassungsberater, sondern auch die Antworten auf Ihre Fragen.

Die falsche Verbesserung ist auch Verschwendung

Von | Veränderungsmanagement & Digitale Transformation

 

Viele Produktionsunternehmen wollen Abläufe verbessern.

 

Weniger Wartezeit, kürzere Durchlaufzeiten, bessere Auslastung oder stabilere Planung. Der erste Impuls ist oft naheliegend: eine neue Maschine, mehr Kapazität, mehr Fläche oder ein anderes Layout. 

 

Das kann richtig sein. Es kann aber auch passieren, dass ein Problem nur verschoben wird. Eine schnellere Maschine hilft wenig, wenn danach Material liegen bleibt. Mehr Bestand beruhigt die Planung, kann aber Wege, Suchzeiten und Kapitalbindung erhöhen. Aus einer gut gemeinten Verbesserung entsteht dann neue Verschwendung. 

Der wichtige erste Schritt ist daher nicht die fertige Lösung, sondern ein ehrlicher Blick auf den eigenen Produktionstyp. Er zeigt, welche Probleme wahrscheinlich sind und wo Optimierung wirklich ansetzen sollte.

 

1. Zwei Fragen reichen oft für den Start

Zuerst geht es um die Wiederholung: Entstehen Einzelstücke, Serien oder große Mengen? In der Einzelfertigung sind Abstimmung und Vorbereitung oft entscheidend. In der Serienfertigung zählen Rüstzeiten, Planung und Varianten. In der Massenproduktion stehen Takt, Stabilität und Qualität besonders im Vordergrund. 

Dann geht es um den Ablauf: Bleibt das Produkt eher am Platz, oder bewegt es sich durch den Betrieb? Bei platzorientierter Fertigung kommen Material, Werkzeug und Menschen zum Produkt. Bei ablauforientierter Fertigung wandert das Produkt durch Werkstatt, Linie oder Insel. 

Diese Einordnung ist nicht theoretisch. Sie verhindert, dass mit der falschen Logik optimiert wird. 

 

2. Der Knackpunkt: Jede Produktion hat typische Verschwendung

Lean Management spricht von Verschwendung, also von Tätigkeiten, die Aufwand verursachen, aber keinen direkten Wert schaffen. Dazu zählen zum Beispiel Wartezeit, unnötige Wege, zu hohe Bestände, Nacharbeit oder Überproduktion. 

Genau hier wird der Produktionstyp interessant. In einer Linie kann ein kleiner Engpass den gesamten Ablauf bremsen. In einer Werkstatt entstehen Probleme oft durch Reihenfolge, Wege, Suchen und Zwischenbestände. Bei platzorientierter Fertigung liegt viel Potenzial in Vorbereitung, Materialbereitstellung und klarer Abstimmung. 

Der Punkt ist einfach: Nicht jede Verschwendung sieht gleich aus. Und deshalb verbessert man nicht jede Produktion mit denselben Maßnahmen. 

 

3. Bessere Fragen vor der Optimierung

Vor einer Investition oder Umstellung sollten nicht nur Maschinenleistung und Auslastung betrachtet werden. Wichtiger ist die Frage, welche Verschwendung tatsächlich reduziert wird. 

  • Wo entsteht Wartezeit wirklich: an der Maschine, im Materialfluss oder in der Abstimmung? 
  • Sind Bestände eine sinnvolle Absicherung oder ein Zeichen für instabile Abläufe? 
  • Welche Wege, Suchzeiten oder Übergaben entstehen nur durch die aktuelle Organisation? 
  • Welche Maßnahme verbessert den Gesamtprozess und nicht nur einen einzelnen Arbeitsschritt? 

 

Mein Fazit:

Produktionstypen sind keine reine Einteilung aus dem Lehrbuch. Sie helfen, Verbesserungen richtig einzuordnen. Wer den eigenen Produktionstyp versteht, erkennt typische Verschwendung schneller und kann gezielter entscheiden.

Gerade bei Investitionen, Layoutänderungen oder Kapazitätsfragen zählt daher nicht nur die Frage, was technisch möglich ist. Entscheidend ist, welche Maßnahme den gesamten Ablauf stabiler, schlanker und besser planbar macht.

Wir würden uns freuen, Sie bei der Prozessoptimierung zu unterstützen. Kontaktieren Sie uns!

Erst simulieren, dann entscheiden

Von | Prozessoptimierung

Viele Entscheidungen in Produktion und Logistik wirken zunächst klar.

 

 

Eine neue Maschine soll Wartezeiten reduzieren, ein Ablauf soll schneller werden oder eine Fläche soll besser genutzt werden. In der Praxis zeigt sich aber oft erst nach der Umsetzung, ob die Maßnahme wirklich zum gesamten Prozess passt.

 

Genau hier setzt Simulation an. Sie bildet einen Ablauf vereinfacht, aber nachvollziehbar digital ab. Dadurch entsteht ein geschützter Raum, in dem Varianten geprüft werden können, bevor im echten Betrieb investiert, umgebaut oder umgestellt wird.

 

Ein typischer Fall ist die Anschaffung einer zusätzlichen Maschine. Auf den ersten Blick scheint sie ein Kapazitätsproblem zu lösen. Entscheidend ist aber nicht nur, ob diese Maschine schneller arbeitet. Wichtig ist auch, ob die Materialversorgung weiterhin sichergestellt werden kann, ob Personal verfügbar ist und ob nach- oder vorgelagerte Arbeitsplätze mithalten können. Sonst entsteht der nächste Engpass nur an anderer Stelle.

 

Ohne Simulation bleibt diese Einschätzung häufig eine Mischung aus Erfahrung, Annahmen und einzelnen Kennzahlen. Das ist nicht falsch. Erfahrung bleibt wichtig. Sie reicht aber nicht immer aus, wenn mehrere Arbeitsschritte, begrenzte Ressourcen und schwankende Zeiten zusammenwirken.

 

Mit einer Simulation lässt sich derselbe Ablauf mehrfach betrachten. Eine Variante zeigt den aktuellen Zustand. Eine andere Variante zeigt, was sich verändert, wenn eine Maschine ergänzt, ein Arbeitsplatz anders besetzt oder eine Reihenfolge angepasst wird. Dadurch werden Wartezeiten, Rückstaus und Auslastungen im Zusammenspiel sichtbar.

 

Besonders hilfreich ist das bei Entscheidungen, die später schwer oder teuer rückgängig zu machen sind. Eine falsch dimensionierte Maschine, ein ungünstiger Materialfluss oder eine zu knappe Personalplanung verursachen nicht nur Kosten. Sie binden auch Zeit und Aufmerksamkeit im laufenden Betrieb.

 

Simulation liefert dabei keine automatische Antwort auf jede Frage. Sie ersetzt auch keine fachliche Bewertung. Sie macht aber Zusammenhänge sichtbar, die in Tabellen oder Einzelbetrachtungen leicht übersehen werden. Gute Entscheidungen entstehen dadurch nicht aus einem einzelnen Ergebnis, sondern aus einem besseren Verständnis des Gesamtsystems.

 

Mit Simulation lassen sich zum Beispiel folgende Fragen gezielt prüfen:

  • Welche Wirkung hat eine geplante Investition tatsächlich auf den gesamten Ablauf?
  • Wird ein bestehender Engpass gelöst oder entsteht dadurch an anderer Stelle ein neuer Engpass?
  • Reicht die geplante Kapazität aus, um den Ablauf auch bei Schwankungen stabil zu halten?
  • Welche Variante bietet den größten Nutzen bei gleichzeitig geringstem Umsetzungsrisiko?
  • Welche Folgen hätte es, wenn die Maßnahme anders wirkt als ursprünglich angenommen?  

Mein Fazit:

Simulation hilft, Entscheidungen vor der Umsetzung besser abzusichern. Sie zeigt, wie sich eine Idee im konkreten Ablauf auswirken kann. Gerade bei Investitionen, Prozessänderungen oder neuen Kapazitäten entsteht dadurch eine sachlichere Grundlage. Das Risiko einer Fehlentscheidung wird reduziert, weil mögliche Auswirkungen bereits vor der realen Anschaffung oder Umstellung sichtbar werden: erst verstehen, dann entscheiden, dann umsetzen.

Melden Sie sich gerne, um mehr zu erfahren!

Klimawandel ist ein Standortrisiko

Von | Nachhaltigkeit

Die Zeit ist jetzt.

 

Bei Versicherungen nennt man es „höhere Gewalt“, wenn außergewöhnliche Ereignisse unabwendbar eintreffen. Nur dass sie im Fall des Klimawandels vorhersehbar sind und eigentlich wären viele davon auch heute nicht mehr unabwendbar. Dennoch betrifft eines oder mehr Klimarisiken fast jeden Standort in Österreich und nur manche davon sind teuer versicherbar.

 

Extreme Hitze von 40 Grad im Schatten zum Beispiel kann Oberflächentemperaturen von 80 Grad und mehr erzeugen. Überlegen Sie kurz die Auswirkungen auf Ihre Infrastruktur, Produktionsausfälle, Produktivität der MitarbeiterInnen, Verletzungen des Arbeitsschutzgesetzes, Nachfrageveränderungen, Lieferengpässe oder auch Zusatzkosten durch Kühlung.

 

Es entstehen also physische Risiken, Energierisiken, Versorgungsrisiken, technologische Risiken, Marktrisiken, Reputationsrisiken oder noch andere operative und strategische Risiken.

 

Ist Ihr Unternehmen bereit dafür?

 

Was davon für ihr Unternehmen und ihren Standort zutrifft, ist von vielen Parametern abhängig. Je früher sie diese Risiken erkennen und Maßnahmen ergreifen, umso resilienter werden Sie in 3-5 oder 10 Jahren auch im Wettbewerb stehen.

 

Mit einer Risikoanalyse für Klimawandelanpassung für Ihren Standort und Geschäftsmodell haben Sie eine belastbare Entscheidungsbasis. Klare Zielsetzungen, pragmatische und sinnvolle Maßnahmenpakete sind der zweite Schritt. Regelmäßige Kontrolle ist der dritte.

Melden Sie sich bitte, wenn wir Sie dabei unterstützen dürfen.

Kostenanteile von Treibstoffkosten an den Transportpreisen

Von | Allgemein

Abhängig von der Art des Transports haben die Dieselkosten zwischen 15% (bei  Zustellverkehren im Paketbereich) bis zu 35% (bei Komplettladungen im Fernverkehr) an den Gesamtkosten.

 

 

 

Eine der unmittelbarsten Auswirkungen des Konflikts am Persischen Golf sind die gestiegenen Dieselpreise und deren Schwankungen. In den drei Monaten vor dem Krieg lag der gemittelte Median des Dieselpreis bei  netto 1,26 EUR. Seither schwanken die Dieselpreise.

 

    • im März 2026 zwischen +3% und +49%, (Mittelwert 1,66 EUR netto),

    • im April 2026 zwischen +22% und +46% (Mittelwert 1,67 EUR netto) und

    • in den ersten 10 Maitagen 2026 zwischen +24% und +35% (Mittelwert 1,64 EUR netto) im Vergleich zum Dreimonatsmittel vor dem Konflikt am Persischen Golf*.

 

Diese Preissteigerungen und Schwankungen stellen die Transportwirtschaft und die Verlader vor große wirtschaftliche Herausforderungen:

 

Frachtführer

  1. Große, kurzfristige Preisschwankungen erschweren eine genaue, kostendeckende Kalkulation der Transportpreise in einem bereits hochkompetitiven Markt.
  2. In längerfristigen Rahmenverträgen mit Verladern sind reale Kostenänderungen oft nicht oder nur unzureichend, z.B. mit längeren Anpassungsfristen, abgebildet. 

     

Die aktuelle Situation ist damit für viele Frachtführerunternehmen wirtschaftlich existenzbedrohend.

 

Verlader

Die verladene Wirtschaft wiederum braucht für ihre Geschäfte genaue und berechenbare Transportpreise, um ihrerseits konkurrenzfähig zu bleiben.
Daneben ist das wirtschaftliche Bestehen vieler Frachtführerunternehmen als Lieferantenmarkt auch im Sinn der verladenden Wirtschaft, um die Gefahr der Abhängigkeit von Oligopolen zu vermeiden.

 

Die Expert:innen von Logsol helfen Ihnen, damit Sie sicher durch die Krise kommen.

 

*Daten aus www.e-control.at/spritpreisrechner, aufbereitet durch Logsol.

Unverbindliche Anfrage
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